| letzte Kommentare / genial mondtanz | |
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21
Mai
Ich frage mich welches Ideal ich eigentlich anstrebe.
Ich kann mir nur einen Zustand vorstellen, aber keinen definierten Punkt einer oder meiner Entwicklung, wo ich sagen würde, "Stopp. Jetzt ist es geschafft und ich vollendet."; eben weil eine Entwicklung eines Charakters nie vollendet sein kann. Genau so wie man nie an etwas ausgelernt haben kann. Ich erlebe momentan immer mehr das genaue Gegenteil meines üblichen Verhaltens. Ich quatsch gerne Leute, und lächle gern hübsche Frauen an. Ich bin eitler als zuvor und gebe gleichzeitig keinen Fick auf die subjektive Meinung fremder Menschen, jedoch ohne meine Prinzipien dabei zu verraten. Sprich ich zeige mich gern muss aber nicht gesehen werden. Ich bin auch nach wie vor ein guter Mensch, auch wenn mich keiner sieht. Irgendwie hat sich auch der Wunsch eines Kompromisses, zwischen Gutmensch sein und Arschloch sein entwickelt. Dieser Kompromiss ist wohl am schwierigsten zu verstehen, und ich weiß genau, wenn ich ihn nicht verstehe und mich dann von meinem Gefühl leiten lasse, werde ich früher oder später Scheiße bauen und aus einen bösen Fehler lernen müssen, anstatt im Vorfeld die Gefahr zu erkennen, aus ihr zu lernen und sie zu bannen. Denke ich genauer darüber nach, kann ich an dem "Arschloch sein wollen" nichts Schlechtes heißen. Denn genauer betrachtet ist mein "Arschloch sein wollen" noch viel weniger Arschloch als die vielen Arschlöcher die sonst so rum laufen. Es geht im wesentlichen nur darum, dem Selbstvertrauen gesunde Substanz zu generieren. Und ich weiß ich bin am richtigen Dampfer, da zumal die Gesellschaften meiner Schwester - und das hat mich echt enttäuscht - großteils schon lang aufgehört haben ein Bewusstsein zu erstreben, und andererseits, ich mit meiner Mutter an einem Tisch sitze und mir ihre Meinung anhöre und auch zu Herzen nehme. Was meine Einstellung "alleine ist man besser dran" angeht, so erkenne ich in ihr nur ein vorübergehendes Streben nach Wachstum und Unabhängigkeit. Prinzipiell finde ich den Gedanken sehr schön, alleine für sich zu leben, dass jedoch mit viel Inhalt. So werde ich nun diesen Sommer nach Irland fahren. Und so werde ich trekken gehen. Komme was wolle, entweder mit ihm oder ohne ihm. Gerade er als mein (naja) bester Freund, sollte es verstehen was diese Reise für mich zu bedeuten hat und wofür sie steht. Aber ich denke er präferiert dazu, in seiner Welt und seinem Horizont bestehen zu bleiben. Ich will ihm nicht unterstellen das er mich anlügt, aber glauben kann ich ihm nicht. Prinzipiell ist das, was einst eine sehr innige Beziehung voller Substanz war, für mich seinerseits beinahe nur noch ein verblassender Versuch Kontakt aufrecht zu erhalten; der einstigen Bedeutung willen.
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