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09
Mai
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5 Jahre. Es war dann die Erkenntnis geboren aus Schuld und Wertschätzung, welche Reue für meine damaligen Entscheidungen in mir erheben lies. Doch als es bei mir nun an der Zeit war, war es für sie schon zu spät. Und so wirkte dann das Karma, viele Monate als schwerer Mantel, viele Monate als stummer Schatten, welcher sich aus meinen Träumen erhob um mich tagsüber zu begleiten, und gab mir die Saat zurück die ich einst säte. 3 Jahre. Drei Jahre lang habe ich versucht zu verstehen. Doch eine Rechnung kann man nicht lösen wenn man zu viele Unbekannte darin hat. Ich hatte nicht viele Fragen, aber dafür mir bedeutsame. Ging es darum, dass ich bereute und daher schätze, einen besonderen Menschen verletzt zu haben, oder darum das ich bereute um meiner Schuld loszuwerden? Wollte ich sie unbedingt wiedersehen um eine Chance zu haben um Altes los zu lassen, oder um eine Chance zu haben Neues aufzubauen? 1 Jahr. Mein Gewissen und meine Moral sind strenge Lehrer, doch ich hatte es probiert. Mehrfach probiert, und konnte vor einem Jahr behaupten ohne mich selbst zu belügen, dass ich genug in mich gegangen war, genug aus dieser Erfahrung umsetzte, und ihr genug Möglichkeiten eröffnete. Ich habe mir selbst verziehen. 3 Wochen. Ohne daran vorher gedacht zu haben, blieb ich wie vom Blitz getroffen stehen. Ich verharrte. Ich traute mich nicht mich umzudrehen um nachzusehen ob es tatsächlich sie war, welche mir gerade in der Bücherei entgegen gekommen ist. Ich verspürte eine Hypertonie. Darauf hin tippte ich Zeichen in mein Telefon ein, adressiert an sie. 2 Tage. Eine innerliche Ruhe vor dem Sturm. Zu viele Gedanken, zu viele Möglichkeiten. Die Bedeutung fünf Jahr nach einem bedeutsamen Menschen und einer Reaktion zu suchen, und dann Reaktion zu erhalten, war so bedeutsam, dass übliche rationale Logik einer stillen Furcht wich, und der Kopf selbstzwingend in andere Thematiken abdriftete so das die übliche tiefe Ruhe nicht mehr vorhanden war. 5.5 Stunden. Ohne etwas hätte gesagt haben zu müssen, war das Wiedersehen in der U-Bahnstation genau so offen und schön wie der Abschied damals an ihrer Haustür. Ein unbeschwertes Gespräch, ehrliches Lachen, freundliche Blicke. Fünf Jahre habe ich sie nicht gesehen, und dennoch sporadisch alle Tage, Wochen, und Monate mal realisiert, dass ich sie stets im Kopf und auch etwas im Herzen mit mir herum getragen habe. Und es war so als wäre nie etwas gewesen. Es war schön, so wie damals, nur fünf Jahre später.
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