| letzte Kommentare / genial mondtanz | |
![]() |
|
... neuere Stories
03
Oktober
.
"An die Liebe. Ich habe dich nicht gebeten zu bleiben, doch du bist geblieben. Ich habe dich niemals gefragt wer du bist oder was du willst. Du warst einfach da. Was willst du nur Liebe von mir? War ich nicht viel stärker allein und habe ich dich jemals gebraucht? Doch bleib noch ein bisschen. Nicht lang! So lange nur bis keiner mehr fragt " Na, wie geht´s?" Und ich nicht mehr sage "Es geht!" Ein jeder sieht gleich, du bist da. Denn wenn du mich einstmal verlässt, sei dir sicher ich gehe mit dir!" - Paul Kranz Dialog Herz. Unglücklich verliebt. Woche drei. Was als offener Dialog der Aufrichtigkeit begann, wird jetzt unter dem Mantel des Schweigens verhüllt. Lange habe ich nachgedacht. Mehrere Tage bin ich einfach nur da gelegen, habe aus dem Fenster gesehen und gedacht. Ich denke das war nötig, um einen helfenden Anker über Board werfen zu können. Die Schiffe der Liebe sinken nicht. Sie ertrinken. Diese Worte sind von Theatralik gezeichnet. Denn das Herz, ja das Herz, es wird nie rational sein. Das kann es gar nicht. Der rationale Kopf hingegen ist besorgt, versucht zu retten und mildern. Der rationale Kopf ist derjenige der die Scherben aufheben muss. Er ist der Erwachsene. Und dennoch wird er immer die Hure des Herzens sein. Der Kopf ist der Erwachsene der das Kind für die Mühen seiner Taten hasst, aber es dennoch über alles liebt. Bevor ich den Eintrag zu dritten Mal wieder lösche, weil mir solche Theatralik und Drama dermaßen zu wider sind, sollte ich die Scham des Kopfes bedenken, denn auch ein naives Kind hat ein Anrecht zu sprechen. Denn es empfindet rein und ehrlich. Für unsere Gefühle können wir nichts. Sie sind einfach da. Wir können versuchen sie zu kontrollieren, aber beherrschen werden wir sie nie. Und als Gegensatz zu etlichen Ratschlägen wie, "Mach dir keinen Kopf. Denk nicht zu viel darüber nach. Gib sie/es auf.", lasse ich mich darauf ein. Mache ich mir einen Kopf. Ausgeglichenheit erfordert zwei zufriedene Parteien, und keine Diktatur des Kopfes. Wie war das, wie ist es? Ich empfinde Interesse für einen Menschen. Doch der Mensch dem ich näher kommen, kennenlernen möchte, möchte einem anderen nahe sein. Ist es. Zurecht. Ich bedenke nicht nur meine Perspektive, sondern will auch ihre verstehen. Dadurch akzeptiere ich die Lage wie sie ist. Ich freu mich auch für sie, denn wenn so wie sie ihr Glück mit ihm beschrieben, auch in ihm gefunden hat, ist es mehr als wünschenswert. Doch leider teilen wir beide auch mehr oder weniger das gleiche Schicksal der unglücklichen Liebe. Und ich denke, wir bewirten auch beide den gleichen ungebetenen Gast. Die Hoffnung. Hoffnung. Da bist du nun auch wenn ich dich nicht darum gebeten habe. Auch wenn ich dich gar nicht an meiner Seite haben möchte. Du bist einfach da. Du kannst einem der größte Freund und schlimmste Feind sein. Skeptisch stehe ich dir gegenüber. Du liebe Hoffnung kämpfst für mich erbarmungslos, und ich sehe dich an und will deine Gräueltaten nicht würdigen. Und wenn ich durch den Trümmerhauf gehe, und entsetzt sehe was du verrichtet hast, wozu du imstande bist, wünsche ich dich weit fort von mir. Doch du bleibst. Dialog Kopf. Unglücklich verliebt. Woche drei. Was als offener Dialog der Aufrichtigkeit begann, wird jetzt unter dem Mantel des Schweigens verhüllt. Sich zurücknehmen ist angebracht. Es ist sehr schwierig, denn ich denke nach meinem offenen Bekenntnis distanziert sie sich jetzt. Vor allem weil ihre Liebe erwidert wurde. Es nimmt die substanzielle Masse unserer Gespräche ab. Logisch. Denn wie soll man eine Freundschaft führen oder aufbauen, in dem Wissen das der andere mehr als das empfinden möchte. Aber ganz so ist es nicht. Ich werde sie nicht fallen lassen nur weil ich mir der Unerreichbarkeit bewusst bin. Gott ich weiß doch nicht einmal ob je eine relevante Chance gehabt hätte. Ich lass sie nicht fallen weil ich an einer Freundschaft interessiert bin. Auch wenn die Hoffnung mir ins Ohr flüstert. Aber das blende ich aus. Und auch wenn mir insgeheim eine Nachricht oder ein Anruf mehr bedeutet als ich es zugeben möchte, so habe ich Position bezogen. Und daran ist nichts zu ändern. Aber ich denke das versteht sie nicht. Und dadurch denke ich wird es sich wahrscheinlich verlaufen. Und das ist das was mich eher unglücklich machen wird, als nicht erwidertes Interesse. Liebe macht aus uns Narren.
... ältere Stories
|