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09
August
"Allein gehen wir in die Welt, allein gehen wir aus. Doch sieh die rotgoldene Wolke, sieh sie strahlen über Schneegipfeln. Die Straße ins Hochland, Fremder, reite ohne Schmerz. Überlass den Engeln dein zornerfülltes Herz. Du musst dich vor der Möglichkeit nicht fürchten, Junge. Sie ist eine wundervolle Geliebte." Veränderung ist die einzige Konstante im Leben. Ich frage mich, wie kann sich in so scheinbar kurzer Zeit so viel verändert haben? Wie kann ich mich so verändert haben? - Habe ich das auch? Alle sagten sie, "Super!", oder, "Ich hätte die Eier nicht gehabt!". Kein Einziger sprach das war er tatsächlich und insgeheim dachte - "Was für ein Idiot". Und im Nachhinein kommen sie und hinterfragen, ob ich in mir Reue hege einen solchen Fehler begangen zu haben. Und ich entgegne, "Es war kein Fehler! Es war vielleicht die beste Entscheidung meines Lebens." Möglichkeiten nutzen. Das was ich tat, tat ich nicht unbedingt aus Liebe. Ich tat es weil ich es tun wollte. Weil ich es konnte. Und nun sagen kann, dass ich es getan habe. Sprunghaft Intensive Spontanität. Eine Charaktereigenschaft die nicht jedem beliebt. Vielleicht hört es sich karg an, und vielleicht empfindet mancher es als kindisch. Aber das war so ein Wesenszug auf den ich irgendwann dann doch nicht so ganz verzichten wollte. Früher, in den jungen Jahren, hat man eben Shceiße gebaut. Weil es lustig, oder man selbst dumm genug war. Heute äußert es sich anders. Heute ist es ohne Risikobereitschaft. "Lass und jetzt, sofort, und in dieser Sekunde nackt baden gehen!?" "Lass uns zusammen ziehen. Zusammen wohnen." Und so zog ich in die Ferne. Gab alles auf was ich mir erarbeitet habe. Lebte mein Leben, nein, ich verlebte es. Denn auch wenn Veränderung eine Konstante ist, so ist unser Erstreben nach ihr in gleichermaßen ihre Amplitude, und trifft nur auf persönliche Veränderung zu. Irgendwann, ausgebrannt und ausgenutzt, als ich von besagter Liebe verlassen war, legte ich den Controller zur Seite um den tristen und monotonen Alltag den ich am Leben hielt, mit Einsicht zu füllen. Und ich ließ Katharsis walten. Lange Zeit. Und so wie mich Sandra gnadenlos und zurecht in den Boden stampfte, und ich mir dann sämtliche Dramen und manipulierten Inszenierungen überdrüssig wurde, weil ich es brauchte um Katharsis zu erleben, so fühlte es sich erneut an. Und ich dachte und ergründete nicht mal lange. Sie, die Eingebung, war einfach da. Und mit ihr kehrte die Ruhe in mein zornerfülltes Herz. Ich legte den Mantel den man mir ankleidete, welcher aus Frust und Ignoranz gewoben war, nieder. Und es kehrte die Ausgeglichenheit in mein zornerfülltes Herz. Möglichkeiten nutzen. Am Straßenfest, wo meine Mutter und ihr Freund verabschiedet wurden, und ich zu Gast einer freundlichen und schunkelten Gesellschaft war, lernte ich den Professor Paulus und seine reizende Familie kennen. Wir aßen gut, tranken und lachten viel. Und im Laufe des Abends gab er mir die Worte auf den Weg, welche in den kommenden Wochen von einer banalen Saat, zu einer Frucht des Geistes reiften. Er sagte, "Möglichkeiten nutzen." Und ich spanne fort, es war vielleicht die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens. Denn erst jetzt, bin ich meiner selbst bewusst. Ich weiß definitiv welche Prioritäten ich setzen will. Und es fruchtet. Ich begrüße das Leben mit offenen Armen, und so begrüßt mich das Leben zurück. Und es hat viel verändert. Zum Guten. Und ich denke zum ersten mal in meinem Leben, verspüre ich richtiges und reines Glück. Glück, dass mich Nachts nicht mehr schlafen lässt.
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